Humane Heiztechnik

ist, wenn sie dem Wohlbefinden des Menschen und seinen gesundheitsbezogenen Wärmebedürfnissen entspricht.  Auch langfristig dürfen keine beeinträchtigenden Nebenwirkungen auftreten, etwa durch das Einatmen von Staub, hervorgerufen durch heizleistungsfördernde Turbulenzen (z.B. Ventilatoren bei Heizsystemen etc.). Deshalb ist die wichtigste Anforderung an ein Heizsystem, dass die Atemluft in den Räumen staubfrei, kühl und trocken bleibt.

Die Ursache von zu trockener Atemluft in Wohnräumen ist meistens bei unseren üblichen Heiz-Systemen zu finden.  Gefühlsmassig beklagen wir uns über «trockene Luft».  Tatsächlich sind es aber Staubpartikel, die sich auf unseren Nasenschleimhäuten festsetzen und damit das bekannte Trockenheitsgefühl verursachen.

 

Heizen wir uns krank?

Die meisten unserer Zimmeröfen sind heute durch die baulichen Anforderungen nach immer mehr Leistung bei möglichst kleinen Abmessungen zu Luftumwälzern degradiert worden.  Bedingt durch die relativ hohen Luftgeschwindigkeiten über den bekannten Heizkörpern werden Staubpartikel aufgewirbelt.  Beim Abkühlen der Warmluft unter der Decke und an den Wanden des zu beheizenden Raumes sinkt die Warmluft zu Boden und strömt als Kalt-Luftzug wieder zum Ausgangspunkt zurück, worauf sich der Vorgang wiederholt.

Dieser dauernde Kreislauf hält Staub in der Schwebe und somit im Bereich unserer Atmungsorgane.  Beim Einatmen dieser Partikel entsteht dann das schon beschriebene Trockenheitsgefühl.

Bei Fussbodenheizungen wird durch die erhöhte Oberflächentemperatur des Bodenbelages die darauf ruhende Luftschicht konvektiv erwärmt. Über der kälteren Luftschicht bildet sich eine sehr labile Inversionslage.  Beim Erreichen der Auslösetemperatur geht in einem einzigen Wirbel die gesamte Warmluftschicht hoch und wirbelt dadurch vom Fussboden viel Staub auf.

 

Gesundes Heizen

Im wohngesunden Haus muss die Heizung auf dem Strahlungsprinzip aufgebaut sein.  Die moderne Heiztechnik bietet heute die wesentlichangenehmeren vertikalen Heizflächen mit vorwiegend horizontaler Abstrahlung an. Durch diese besondere Wirkungsweise der Sockelleistenheizung (bekannt auch unter der Bezeichnung «Strahlband-heizung») wird eine sehr geringe Luftbewegung erzeugt, wodurch der Staubtransport praktisch eliminiert ist. Rundherum gleichmässige Wärme (Wärmehülle), möglichst kleine Temperaturdifferenzen zwischen Boden und Decke, kein Staubtransport durch Luftumwalzung und keine Zugserscheinungen ergeben ein Raumklima, das unsere Anforderungen an gesundes Wohnen und Heizen vollauf befriedigt. Dabei bleibt die Raumluft relativ kühl und Themperaturschichtungen zwischen der Decke und dem Fussboden sind kaum mehr feststellbar. Die entsprechenden Temperaturdifferenzen liegen bei korrekter Auslegung der Anlagen normalerweise bei ca. 1,5-20°C.

 

Fussleistenheizung

Das Prinzip der Wärmehüllenheizung beruht auf den Erkenntnissen über die Wirkungsweise traditioneller Systeme.  Versuche sowie unzählige Tests im Labor und in der Praxis haben ergeben, dass die Wärmeverteilung bei der Fussleistenheizung überall im Aufenthaltsbereich des Raumes die gleiche Komforttemperatur gewährleistet.  Diese ideale Wärmeverteilung wird durch ein Heizband erreicht, das den Raum und damit den einzelnen Menschen mit Warme umschliesst und die gleiche Temperatur im Fuss- wie im Kopfbereich gewährleistet.